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Dieses Luftbild wurde mir von www.goeflug.de zur Veröffentlichung auf dieser Website zur Verfügung gestellt.
Das Dorf Elvese liegt im Tal der Leine im südlichen Niedersachsen zwischen dem Flecken Nörten-Hardenberg, dessen Ortsteil es seit 1976 ist und der Stadt Northeim.
(Koordinaten: 51° 39’ nördliche Breite und 9° 56’ östliche Länge).
In der zwischen leichten Hügeln gelegenen Ortschaft leben 359 Einwohner (Stand: 3/2008) - Tendenz noch leicht steigend, da in zwei Baugebieten
neue Häuser entstehen. Hiervon sind 185 weiblichen und 174 männlichen Geschlechts. 12 Mitbürger sind älter als 80 Jahre, 21 jünger als 10 Jahre. 200 Einwohner sind Evangelisch-Lutherisch, 40 Katholisch, 6
Evangelisch-Reformiert - der Rest gehört sonstigen bzw. keiner Konfession an.
Elvese hat sich von einem hauptsächlich bäuerlich geprägten Ort zu einer “Schlafsiedlung” der nahegelegenen Städte gewandelt. Die Ruhe ist
spürbar. In der Umgebung kann man ausgezeichnet spazieren gehen: in der Feldmark, im nahegelegenen Wald oder an der Leine.
Waren es kurz nach dem 2. Weltkrieg noch 14 aktive Landwirte, so gibt es heute keine mehr. Die
landwirtschaftlichen Flächen sind an Landwirte aus Nachbargemeinden verpachtet. Die vielen kleinen Felder wurden zu großen, wirtschaftlichen Einheiten verbunden und werden von wenigen Landwirten beackert.
Der Ort liegt verkehrstechnisch günstig: 10 km sind es bis
Northeim und 20 km bis Göttingen. Die Autobahn ist nah - die Anschlussstelle Nörten-Hardenberg ist nur ca. 5 km entfernt. Durch die 1989 gebaute
Umgehungsstraße hat Elvese keinen nennenswerten Durchgangsverkehr. Es lässt sich hier ruhig und angenehm wohnen.
Grund des Baus der Umgehungsstraße war der Neubau der Bundesbahn-ICE-Schnelltrasse von Hannover nach Würzburg im Leinetal, einschließlich der Verlegung der Leine. Die direkte Verbindung zur Bundesstraße 3
wurde hierdurch unterbrochen. Das hat für das Dorf aber auch den Vorteil, dass die Straße bei starker Schneeschmelze nicht mehr überflutet werden kann. Das geschah früher häufiger und Elvese war einige Tage von
der Außenwelt abgeschnitten.
Mobil muss man schon sein, denn leider hat auch vor Elvese das “Sterben” der kleinen Geschäfte nicht halt
gemacht. Bereits seit vielen Jahren ist der einzige “Tante Emma-Laden” geschlossen.
1999 wurde im Gasthaus “Zum Stillen Berg”, einer der zwei Gaststätten des Ortes, das letzte Bier ausgeschenkt.
Im Frühjahr 2002 schloss das Gasthaus “Zur Linde”. Es wurde von Südniedersachsens ältestem Gastwirt, August Poppe, Jahrzehnte betrieben: er stand noch mit über 90 Jahren hinter seinem Thresen.
“Onkel August”, wie er im Dorf überall genannt wurde, war im Laufe seines langen Lebens nicht nur Gastwirt, sondern auch Landwirt, Hausschlachter und Postbote - und das alles gleichzeitig!
Die Schule schloss 1969 endgültig, nachdem bereits 2 Jahre früher die Schüler der 5. bis 9. Klassen
von Heino Ernst mit einem Kleinbus zum Unterricht nach Nörten-Hardenberg gefahren wurden. Die alte Elveser Schule hatte nur einen einzigen Klassenraum, in dem alle Schüler zusammen saßen.
Und natürlich gab es auch nur einen Lehrer (der letzte war Reinhold Stoye) - der unterrichtete alle Fächer. Die einzelnen Jahrgänge nahmen ihren eigenen Lehrstoff durch, aber einige Fächer hatten alle
gemeinsam: Sport, Musik und Religion. Die “Kleinen” hörten schon einiges, was die “Großen” durchnahmen. Aber Nachteile hatte dieser eine
Raum natürlich auch: Geheimnisse gab es keine! Gab es Prügel (ja die gab es noch), wußte es anschließend das ganze Dorf.
Eine Chronik zur Schule in Elvese veröffentlichte die “HNA Northeimer Neueste Nachrichten” am 7. September 2009 unter der Rubrik “Lesererinnerungen 100 Jahre NNN”. Diese Chronik haben die
Elveser Wilhelm Beckmann, Heino Ernst und Manfred Oftring geschrieben.
Einkaufen (oder “ausgehen”) kann man fast ausschließlich in Nörten- Hardenberg, Northeim oder
Göttingen. Dazu ist es besser, ein Auto zu besitzen, da die Busverbindungen (Infos unter www.vsninfo.de) sehr schlecht sind. Mittlerweile kommen Händler (Bäcker, Schlachter, “Der rollende Supermarkt”, Fische aus Cuxhaven, ...)
mit Verkaufswagen ins Dorf und bieten ihre Waren an, was besonders die Mitbewohner, die kein eigenes Auto haben, gern annehmen. Auch die Volksbank Göttingen und die Kreissparkasse Northeim
kommen regelmäßig mit den “rollenden Zweigstellen”.
Die “Südniedersächsischen Kalksteinwerke” betreiben in der Feldmark einen Steinbruch. Gewonnen, verarbeitet und abtransportiert wird, wie der Firmenname verrät, Kalkstein in allen Stärken.
Einmal jährlich im März treiben es die Elveser “närrisch”: der Esel wird durch’s Dorf
getrieben: ein mit einem Eselskopf aus Pappe und in Decken eingehüllter Junggeselle. Alt und jung verkleiden sich und sammeln Würste, Eier oder Geld. -
Früher, bevor die Umgehungsstrasse gebaut war, wurde dann auch schon mal von durchfahrenden Ortsfremden “Durchfahrtszoll” verlangt. Nachdem der Tross durch
das gesamte Dorf gezogen ist, wird das gesammelte anschließend gemeinsam im Dorfgemeinschaftshaus verzehrt und vertrunken. Und getanzt werden darf natürlich auch. Die Ausrichtung des “Eselfestes” teilen sich der Männergesangverein und
der Feuerwehrverein.
Der
"Männergesangverein Eintracht Elvese" besteht seit dem 7.11.1873 und hat sich der Pflege des traditionellen Liedgutes verschrieben. - Die aktiven Sänger treffen sich
wöchentlich zu den Übungsstunden und bereiten sich auf zahlreiche Auftritte im Ort und bei befreundeten Chören in der Umgebung vor. Im September 2003 feierte der MGV sein
130-jähriges Bestehen mit verschiedenen Veranstaltungen. Musikalischer Leiter des Chores ist Gerhard Arand, Vorsitzender ist Friedhelm Gremmel.
Die "Freiwillige Feuerwehr Elvese" wurde 1952 gegründet. Von insgesamt
135 Mitgliedern (Stand: 12/2001) sind 28 aktiv sowie 8 als aktive Reserve im Einsatz. Seit 2006 verfügt die FFW über ein modernes Löschfahrzeug und hat
seit 1989 einen Maschinen- sowie einen Versammlungs- und Schulungsraum im Dorfgemeinschaftshaus. “Richtige” Einsätze sind Gott-sei- Dank selten, aber der Gemeindebrandmeister fordert seine Frauen und Mannen bei
regelmäßigen Übungen, um im Ernstfall gerüstet zu sein. Seit Frühjahr 2002 ist Thomas Scheidemann Gemeindebrandmeister.
Im Ort gibt es darüber hinaus noch weitere Vereine: den Jugendclub VIP, den Frauensingkreis, die DRK-Ortsgruppe, die
SPD-Ortsgruppe sowie den Turnkreis.
Einen Sportverein gibt es leider nicht. Bedingt durch die Einwohnerzahl waren bisher nicht genügend
Teilnehmer vorhanden, um einen eigenen Sport- und Spielbetrieb durchzuführen. Ferner fehlt ein Sportplatz. Es ist im Bereich des Kinderspielplatzes am “Goldberg” ein Bolzplatz mit 2 Toren, ein
Basketballkorb sowie eine Tischtennisplatte vorhanden. Hier können sich die Jüngsten austoben. Sportlich interessierte Jugendliche und Erwachsene müssen auf die Vereine in den Nachbarorten ausweichen.
Für die Kleinsten gibt es seit 2009 einen Spielplatz am Dorfgemeinschaftshaus.

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